Was in Las Vegas passiert, bleibt in Las Vegas.
Davon ist Sir Montague jedenfalls bisher immer ausgegangen, wenn er es einmal im Jahr so richtig krachen lässt.
Doch vielleicht hätte er dieses Mal nicht gleich heiraten sollen …
Inhalt
Eigentlich weiß Tate, dass es keine gute Idee ist, einen betrunkenen Gast spontan in Las Vegas zu heiraten – erst recht keinen adligen Briten, der im Stripclub große Gefühle verkündet. Und doch lässt er sich darauf ein. Warum sollte er nicht auch einmal Glück haben? Immerhin besteht dieser Monty darauf, ihn zu lieben und genau zu wissen, was er tut …
Leider gehört da nicht dazu, Tate nach der Hochzeit eine Telefonnummer oder eine Mailadresse zu hinterlassen. Alles, was der junge Mann hat, ist eine Anschrift in Wales.
Also reist er nach Europa, doch Sir Montague ist alles andere als begeistert von der Heirat, an die er sich nicht einmal erinnern kann. Glaubt dieser Stripper wirklich, das sei ernst gemeint gewesen?
Obwohl Tate sich keine großen Hoffnungen gemacht hat, trifft ihn die unverhohlene Ablehnung doch sehr. Die beiden Männer versuchen dennoch, die Situation zivilisiert zu klären und die Ehe annullieren zu lassen. Doch kaum sind die entsprechenden Anträge unterschrieben, sorgt ein Virus dafür, dass Tate Wales so bald nicht mehr verlassen kann.
Eine schreckliche Situation für beide … oder vielleicht doch die Chance, aus einem völlig missglückten Anfang noch etwas Gutes entstehen zu lassen?
Meine Meinung
In „Marry me just for fun“ treffen zwei Männer aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und genau daraus zieht die Geschichte ihren besonderen Reiz. Was als spontane Vegas-Ehe beginnt, entwickelt sich zu einer Liebesgeschichte, die sich Zeit lässt und gerade deshalb so glaubwürdig wirkt.
Dabei geht es nicht nur um Romantik, sondern auch um Vorurteile und festgefahrene Vorstellungen: über Lebensweisen, soziale Herkunft und kulturelle Unterschiede. Sowohl Monty als auch Tate müssen lernen, ihre eigenen Klischees zu hinterfragen – und sich wirklich auf den anderen einzulassen.
Beide Charaktere sind sehr liebenswert und fein gezeichnet, ihre Annäherung ist nachvollziehbar und entwickelt sich Schritt für Schritt. Die Beziehung fühlt sich organisch an, nichts wirkt überstürzt oder erzwungen. Am Ende steht ein Happy End, das sich ehrlich verdient anfühlt.
Dazu kommt ein angenehmer, flüssiger Schreibstil, der das Buch leicht lesen lässt und perfekt zur ruhigeren, warmherzigen Entwicklung der Geschichte passt.
Fazit
„Marry me just for fun“ hat mir richtig schöne Lesestunden beschert. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Geschichte während der Pandemie spielt, wirkt sie heute fast wie ein Blick in eine andere Zeit – und erinnert zugleich daran, was wirklich wichtig ist: wie sehr Nähe, Vertrauen und ein gemeinsamer Alltag zählen können.
»Entschuldigung«, beginnt Monty und wirkt auf einmal verlegen. »Ich kenne dein Gesicht irgendwoher, aber peinlicherweise fällt mir dein Name nicht ein. Magst du mir auf die Sprünge helfen?«
Irgendwoher? Irgendwoher?
»Ich … ich bin Tate«, presse ich mühsam hervor. Meine Zähne klappern. »Tate aus Las Vegas … dein Ehemann.«
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