Ein unfreiwilliger Mitbewohner, ein Fake-Boyfriend auf einer Weihnachtshochzeit und zwei Männer, die sich gründlich unterschätzen. »Mr. Jingle Bells – Home for Holidays« ist mehr als nur eine leichte Weihnachtsromance.

Tolino Reader mit dem Cover der Gay Romance "Mr. Jingele Bells", daneben ein Foto von Eva Lucia Bolsani, die das Buch rezensiert.

Inhalt

Nur widerwillig macht Walker beim Weihnachtswichteln im Büro mit. Dann landet auch noch ausgerechnet Ashton Sellers, sein schillernder Geschäftspartner, auf seinem Zettel. Walker hat keine Ahnung, was er ihm schenken soll – geschweige denn, wie er mit dessen Glitzer-und-Glamour-Aura umgehen soll.

Kurz darauf stolpert Ashton mitten in eine kleine Krise: In seiner Wohnung ist der Kammerjäger zugange, und ein chaotischer Facebook-Post lässt keinen Zweifel daran, dass er über die Feiertage dringend eine Unterkunft braucht. Ehe Walker so recht weiß, wie ihm geschieht, bietet er Ashton sein Gästezimmer an.

Was als Zweckgemeinschaft beginnt, entwickelt sich langsam zu etwas anderem. Als Ashton dann auch noch vorschlägt, auf der Hochzeit von Walkers Schwester seinen Fake Boyfriend zu spielen, bröckeln die Vorurteile endgültig. Beide stellen fest, wie gründlich sie sich im jeweils anderen geirrt haben: Hinter Walkers biederen Golfhemden verbirgt sich mehr Wärme, als Ashton erwartet hätte – und Ashtons Glitzerfassade schützt ein verletzlicheres Herz, als Walker ahnte.

Doch während sie sich näherkommen, verschweigt Walker ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit. Eines, das alles zerstören könnte. Wird es trotzdem ein Weihnachtswunder geben – oder endet ihre gemeinsame Zeit, bevor sie richtig beginnen kann?

Meine Meinung

Ich hatte ein lustiges Weihnachtsabenteuer erwartet, in dem zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinanderprallen und dabei für Missverständnisse, spritzige Dialog und natürlich romantische Momente sorgen. Genau das bekommt man auch – aber eben nicht nur das.

Denn Ashtons Vorgeschichte ist, gelinde gesagt, grausam. Die Spuren davon lassen sich nicht einfach wegwischen, und obwohl er vieles hinter Humor und Glanz verbirgt, kann er diese Verletzungen vor seinem zeitweiligen Mitbewohner kaum verbergen.

Walker wiederum entdeckt im Laufe der Geschichte eine neue Seite an sich. Er will, dass Ashton sich wohlfühlt – mehr als alles andere. Und das, obwohl Ashton eigentlich so gar nicht dem Typ Mann entspricht, den er normalerweise datet. Gerade diese Unsicherheit und Walkers mitunter unbeholfene Art machen ihn unglaublich liebenswert.

Auch Walkers eigenes dunkles Kapitel kommt nicht aus dem Nichts. Besonders sein Vater hat bei mir für ordentlich Puls gesorgt – selten wollte ich eine Nebenfigur so schnell auf den Mond schießen.

Ob Ashton und Walker trotz aller Altlasten einen gemeinsamen Weg finden, verrate ich nicht. Lest gerne selbst.

Fazit

Nicht nur cozy, nicht nur heiß – sondern überraschend tiefgründig und absolut lesenswert.


So war es immer mit den Männern, mit denen Walker sich verabredete.
Nicht viel Arbeit, aber auch nicht viel Belohnung.
Der Punkt war, dass Walker auf einen bestimmten Typ stand, und Ashton Sellers passte nichts dazu. Warum also machte ihn alles an Ashton nervös?

Leta Blake: Mr. Jingle Bells

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